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Säh' ich Blumen draußen stehen, Lief' ich eilends in den
Garten, Oder würd' ins Feld auch gehen, Wo die Engel ihrer
warten, Würd' zum Kranz die schönsten pflücken Und mit
ihm dich jubelnd schmücken. Doch die Blumen schlummern
stille Unter weicher weißer Decke, Träumend von des
Frühlings Fülle, Dass sein süßer Hauch sie wecke.
- Ach, den Kranz kann ich nicht winden, Und kann ich wohl Schönres
finden? Vater, zu dem heutigen Feste Meine Liebe will ich
bringen; Sie ist dir ja doch das Beste, Sie soll schöner Dich
umschlingen Als ein Kranz, der heut im Prangen Morgen welket schon
vergangen. H. Frischbier
1823 - 1891
Ich wünsch'
dir so vieles, mein lieber Papa, Und ach, wie wenig ich bringe! Drum
leg ich Gott die Wünsche nah' Dem Geber aller Dinge. Ich
wünsch' dass Gott Dich erhalten mag So frisch und gesund wie
heute, Damit wir feiern noch oft den Tag Zu Deiner und unsrer
Freude. Er schick' Dir des Glückes Sonnenschein An jedem
neuen Morgen, Und für ein artig Töchterlein - Dafür will
ich selber sorgen! G. Lang
1836 - 1920
Bring' Blumen
getragen, Kann noch nicht viel sagen, Mein lieber Papa, Das
weißt du ja; Doch schling' ich die Arme um Dich, Nicht wahr, dann
verstehst du mich. Rosalie
Koch 1844 Tief im innersten Gemüte Fühlen wir, wie
Deine Güte Immerdar an uns gedacht. Alles, alles was wir
haben, Sind ja Deiner Liebe Gaben, Opfer, die du uns gebracht.
Darum steigt aus Herzensgrunde Heut in dieser Morgenstunde Auf zum
Höchsten unser Flehe: Gib, o Herr, gib Heil und Segen Unserm
Vater allerwegen, Gib ihm Glück und Wohlergehn! Nur der
höchste Herr der Welten Kann, was du getan, vergelten, Kann der
Tugend Lohn verleihn. Doch wir wollen uns bestreben, In dem ganzen
Erdenleben Deiner Liebe wert zu sein.
Friedrich Roeber 1819 - 1901
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