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Gedichte > Frühjahrsgedichte > Die Flöte tönt

Die Flöte tönt
von Don Quixote



Hör, wie die süße Frühlingsflöte tönt –
o kleiner Schelm, du lockend leiser Faun:
du weckst uns auf, du führst uns an den Zaun –
sei still, denn dieser Weg ist fremd, verpönt.

Ja, ich versteh, daß uns dein Flöten höhnt,
wir hätten Furcht, dein wildes Reich zu schau’n.
Verführend flüsterst du mir: sieh und staun‘,
tauch in die Flut, die dich im Trunk verschönt!

O Frau und Flut, o Wohlgeschmack der Seele,
Geschmack des Leibes, den das Träumen weiß –
die Adern fühlen dich wie dürstende Kanäle.

Der Faun fängt uns in seinen Zauberkreis,
daß ungezähmt sich Rausch mit Rausch vermähle –
o Flut und Feuer, sengend kühl und heiß!



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